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Portfolio
Portfolio-Arbeit bedeutet, Lernen als Prozess zu verstehen. Diese Arbeitsform ist daher bestens geeignet, unserer handlungsorientierten und projektorientierten Arbeitsweise gerecht zu werden.
In diesem Zusammenhang gehören auch Arbeitsentwürfe ins Portfolio, ebenso wie individuelle Bewertungen, die damit eine kommunikative Funktion erhalten.
(Siehe z.B. auch meine Rezension des Dada-Abends, die nur deshalb keine kommunikative Funktion hat, weil meine Ansprechpartner in Scharen davonlaufen oder vor StudiVZ oder „Germany’s Next Top Model“ festsitzen.)
Der Lernprozess hat den gleichen Stellenwert wie das Lernprodukt.
Bisher wurden Arbeitsblätter einfach abgeheftet oder blieben im Theaterraum liegen. Das ist falsch! Die Arbeitsblätter und andere Materialien müssen bearbeitet werden, sie sind Gegenstand einer kritischen Bewertung.
Wenn wir Szenen bearbeitet haben, die dann zur Aufführung kommen, müssen dazu z.B. kritische Kommentare geschrieben werden, man kann natürlich auch Alternativkonzepte entwickeln. Eine „Hausaufgabenkontrolle“ erfolgt nicht. Am Ende eines Halbjahres kann dafür die weiter unten erwähnte Leistungsbewertung erfolgen.
Die Portfolioarbeit hat den positiven Nebeneffekt, dass jeder seine Arbeit auch selbst bestimmen und die Verantwortung dafür übernehmen kann. (Kleinliche Handlungen wie: Schüler: „Ich habe meine Hausaufgaben vergessen“
Lehrer: „Das ist schon das dritte Mal. Jetzt kannst du dir eine gute Note abschminken“)
entfallen.
Natürlich kann das Portfolio auch zur Leistungsbewertung dienen. Die Bewertung des Portfolios setzt aber immer ein Kolloquium voraus.
Auch zwischendurch sollten ständig Gespräche über den Lernprozess und die Entwicklung des Portfolios geführt werden.
Ins Portfolio gehört z.B. auch unser „Sommernachtstraum-Projekt“ einschließlich der geheimen Fotos von Diana.
In diesen Zusammenhang gehören auch die Hausarbeiten, die ihr letztes Halbjahr zur Leistungsbewertung geschrieben habt.
Kriterien für die Beurteilung (damit gleichzeitig Auswahl- und Gestaltungskriterien für euch) könnten sein:
- Wurden die Materialien zu Ergebnissen und Lernprozessen gezielt gesammelt?
- Sind die Portfoliomaterialien überarbeitet bzw. reflektiert?
- Ist das Portfolio als Ganzes und in seinen Teilen strukturiert und individuell gestaltet?
Übrigens sind auch sogenannte e-Portfolios möglich. Sie bieten andere, aber für unsere Zwecke auch interessante Möglichkeiten. Ich hänge euch einen Link zu solchen Portfolios an:
http://www.e-teaching.org/didaktik/kommunikation/portfolio/#pagetop
Übrigens gehört natürlich auch ein mögliches Spielkonzept zu Sphinx und Strohmann, das ihr ja bis nach den Ferien erarbeitet, ins Portfolio.